Archiv: Rezensionen zu Literatur und Film

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Freitag, 3. Juni 2016

Bei Mail - Aufziehvogel!




Am 25. Mai hatte ich es bereits erwähnt, nun folgt der dazugehörige Einwurf. Seit langer Zeit spielen in einem neuen Beitrag von mir Bücher und Filme einmal keine Rolle, dafür aber ein nicht unbedingt weniger wichtiges Thema.

Einer der Gründe, wieso im Mai eine regelrechte Beitrags-Flaute herrschte hat mit einem bestimmten Gespräch zu tun. Ich wurde von einem Leser (der selbstverständlich namentlich nicht genannt wird) per Facebook kontaktiert, gewisse Beiträge zu entfernen, die seine Person betreffen. Damals hatte ich mir fest vorgenommen, keine Beiträge zu löschen und alles zu archivieren. Nach reichlicher Überlegung viel es mir jedoch nicht schwer, besagte Beiträge und einen weiteren, der nichts mit diesem Thema zu tun hatte, zu entfernen. Dies habe ich aus mehreren Gründen getan. Zum einen ist das Gespräch mit dem Leser sachlich und zufriedenstellend für beide Parteien abgelaufen, zum anderen fiel es mir aber auch selbst nicht schwer, mich von besagten Beiträgen zu trennen (die bereits über 4 Jahre alt waren). Jene Beiträge existierten nur noch aus nostalgischen Werten, die die Anfänge meines Blogs eigentlich gut wiedergaben. Etwas rebellisch verfasst, eine absolut mangelhafte Wortwahl und ein Konzept, welches unlängst nicht mehr zu "Am Meer ist es wärmer" 2016 passt. Die Entscheidung, mich von 3 Postings zu verabschieden war also kein besonders großes Opfer.

Der Austausch mit dem Leser gab mir jedoch zu denken und ich beschloss, den Blog-Betrieb zumindest für Mai einzuschränken. Ich habe mich also dazu entschlossen, fortan eine eigene Sektion für den Kontakt bereitzustellen (unter dem Header zu finden). Ich werde es daher direkt in diesem Beitrag verkünden, ich werde keine weiteren Chat-Anfragen über meinen privaten Facebook-Account mehr annehmen. Die Gründe dafür sollten relativ offensichtlich sein, möchte es aber dennoch erklären. Privatsphäre ist wichtig, auch ich bin privat neben meinem Blog-Projekt Online unterwegs. Diese Privatsphäre möchte ich dementsprechend bewahren. Wer sich also die Mühe macht, mich über Facebook zu suchen, es irgendwie schafft, mich zu kontaktieren, der wird vergeblich auf eine Reaktion meinerseits warten.

Eine eigene Sektion für den Kontakt einzuführen hielt ich jedoch für wichtig. Egal ob positives Feedback (was ich häufig über Twitter erhalte und die Plattform sich für kleine Danksagungen ausgezeichnet eignet) oder scharfe Kritik, Kontakt mit dem Betreiber ist wichtig. Wer diese Möglichkeit zur Kontaktaufnahme nutzen möchte, hat dementsprechend die Möglichkeit über E-Mail und/oder Twitter dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Besonders bei Kritik zu bestimmten Beiträgen (oder fehlendem Twitter-Account) eignet sich eine ausführliche Mail vermutlich am besten. Jedoch bleibt es jedem selbst überlassen, welche dieser beiden Methoden zur Kontaktaufnahme er wählt.

Als privater Blogger werde ich auch weiterhin meine Beiträge unabhängig und offen verfassen und habe nicht vor, mich fortan einzuschränken. Allerdings habe ich mich als Blogger auch weiterentwickelt und kann mittlerweile besser als vor 5 Jahren einschätzen, welche Beiträge es wert sind, auf "Am Meer ist es wärmer" veröffentlicht zu werden und welche nicht.

Ich möchte mich bei allen Lesern bedanken, die diesen Beitrag aufrichtig gelesen und aufgefasst haben.


Ein schönes, hoffentlich sonniges Wochenende wünscht,
Aufziehvogel

Montag, 4. Januar 2016

Fünf Jahre "Am Meer ist es wärmer": Noch immer nicht abgesoffen!




Frohes Neues allen Aufziehvögeln, die es sich während der kalten Wintertage (Hah) auf meinem Blog gemütlich gemacht haben. Ich hoffe, ihr habt das Jahr friedlich, aber nicht ganz ohne einen gehaltvollen Drink ausklingen lassen ;)

Momentan stagnieren neue Beiträge etwas, was aber auch ein wenig mit privaten Gründen zusammenhängt, die mich vom verfassen neuer Einwürfe und Rezensionen abhalten. In den kommenden zwei Monaten soll diese mittelschwere Ebbe aber wieder zur Flut werden.

Dennoch bin ich mit dem Blogger-Jahr 2015 ganz zufrieden. Meine persönlich gesetzte Marke von 50 Beiträgen habe ich geknackt und bin auch über die Inhalte ganz zufrieden. Mein Ziel war es (ist es natürlich auch weiterhin), den Lesern außergewöhnliche Werke der Literatur und Filmkunst, ganz besonders der japanischen Literatur, zu präsentieren. Sehr beeindruckt haben mich dabei im vergangenem Jahr die hochwertigen Neuauflagen von Manesse zur klassischen japanischen Literatur (stöbert einfach mal im Archiv). Doch auch 2016 gibt es wieder kleine Lichtblicke was japanischen Literatur angeht. So erscheint im März bei DuMont mal wieder japanische Literatur abseits von Haruki Murakami. Mit Durian Sukegawas "Kirschblüten und rote Bohnen" wartet auf die Leser bereits ein kleines Highlight im noch frühen Jahr. Ansonsten bin ich noch gar nicht informiert, was die Verlage sich für dieses Jahr so ausgedacht haben und kanns kaum erwarten, bis alle neuen Programme für 2016 veröffentlicht sind.

Zum Schluss des ersten Beitrags von 2016 gibt es aber noch etwas, was ich selbst gar nicht für möglich gehalten hätte. "Am Meer ist es wärmer" ist nun fünf Jahre alt (Startpost ging am 02.01.2011 Online). Aus einer kleinen Spinnerei, der ich ein Haltbarkeitsdatum von einigen Monaten verpasst habe, ist eine regelrechte Passion geworden. Ohne Feedback oder aber eine feste Leserschaft hätte ich vermutlich unlängst die Motivation verloren. Natürlich schreibe ich gerne, ich führe aber auch ungerne Selbstgespräche.
Ich möchte diesen Blog fortführen, so lange ich noch Spaß an diesem Projekt habe. Jedoch bemerke ich in meinem Schreibstil aber auch eine gewisse Abnutzungserscheinung. So etwas ist nach so vielen Beiträgen auch nicht verwunderlich. Es besteht daher tatsächlich die Möglichkeit, "Am Meer ist es wärmer" könnte nun in sein letztes Jahr gehen. Aber wozu sollte man sich bei seinem Hobby selbst unter Druck setzen? Ich habe natürlich auch in diesem Jahr vor, mal einige Gast-Rezensenten für meinen Blog zu versklaven gewinnen.

Einen stärkeren Fokus will ich in diesem Jahr wieder auf Filme legen, die leider im letzten Jahr etwas untergegangen sind. Ich überlegte kurzzeitig sogar, diese Sektion komplett zu streichen, hätte ich dann allerdings doch nicht über mich bringen können.

Zum Schluss möchte ich noch jene Rezension verlinken, mit der alles Begann. Am 06.01.2011 feierte die erste Rezension auf "Am Meer ist es wärmer" ihre Premiere:

Taichi Yamada - Sommer mit Fremden

Ach ja, beinahe vergessen. Das Gewinnspiel zum fünfjährigen Geburtstag: Gibt wieder keins : D


In diesem Sinne, gehabt euch wohl und ich würde mich freuen, wenn ihr meinem Blog auch in diesem Jahr einen Besuch abstattet.


Einen guten Start ins neue Jahr wünscht,
Aufziehvogel



Dienstag, 11. August 2015

Einwurf: Gewinnspiele auf Blogs= Virtuelles klinkenputzen?




Bei meinem neusten Einwurf könnte es oberflächlich gesehen etwas kontroverser zugehen. Wird es aber nicht sein, so viel kann ich schon einmal versprechen (für alle, die sich nun gefreut haben, hier einen Rundumschlag gegen andere Blogs vorzufinden).

In weniger als 6 Monate geht "Am Meer ist es wärmer" in sein fünftes Jahr. Ich gab meinem eigenen Blog-Projekt zu Beginn vielleicht 1 Jahr gegeben, sofern ich wirklich an der Alleinunterhaltung Freude haben sollte. Aus der Alleinunterhaltung wurde aber relativ schnell eine feste Leserschaft und ich teile mit meinem Blog Erinnerungen, die ich nicht mehr missen möchte. So ist es mir natürlich nicht entgangen, dass viele kommerziell unabhängige Blogs (Literatur-Blogs mit einbezogen) häufig Gewinnspiele präsentieren. Entweder gesponsert oder aber komplett ohne Unterstützung auf die Beine gestellt. Sicherlich wird den Lesern, die "Am Meer ist es wärmer" häufiger besuchen, auffallen, so etwas gibt es hier nicht. Hab ich da etwa einen Trend verpasst? Ich muss zugeben, obwohl ich selbst einen Blog betreibe, lese ich relativ wenige andere Blogs, um ehrlich zu sein, ich verfolge gerade mal eine handvoll (dafür aber mit großer Freude). Aber durch diverse Gruppen im Social Media stoße ich natürlich immer wieder mal auf interessante Blogs die mich interessieren. Und die dort angebotenen Gewinnspiele oder Interaktionen mit den Betreibern könnte man durchaus als lebhafter bezeichnen als hier.

Wird es also zum fünften Jubiläum meines Blogs im kommenden Jahr ein Gewinnspiel geben? Nein!
Auf den ersten Blick mag die Antwort vielleicht ein wenig arrogant klingen. Aber ich habe natürlich meine Gründe, die ich selbstverständlich gerne teilen möchte. Bereits vor einem Jahr äußerte ich mich bei einer anderen Blogger-Kollegin kritisch gegenüber Gewinnspielen. Natürlich versuchte sie mir (und auch nicht zu unrecht) solche Aktionen etwas schmackhafter zu machen. Gewinnspiele haben durchaus die Macht, neue Besucher für einen Blog zu gewinnen. Verknüpft mit sozialen Netzwerken wie Facebook wird sich der Blog sicherlich verbreiten. Ein Beispiel, wie man es häufig auf Facebook findet (Beispiel stammt aus meiner eigenen Phantasie):


"Huhu ihr Lieben! Heute gibts bei mir auf XXX XXX mal wieder ein Super Gewinnspiel für euch! Gewinnt XXX XXX denn ich will das XX Bestehen meines Blogs feiern! Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach! Liked diesen Beitrag, teilt ihn und kommentiert und ihr nehmt automatisch an der Verlosung teil."

Schon bekommt Blog XXX XXX natürlich eine menge neue Follower (sofern das liken der Facebook-Seite des Blogs auch noch dazugehört). Da es hauptsächlich ums gewinnen eines Preises geht, ist es vielen Leuten bekanntermaßen egal, was sie gewinnen. Solange es nicht unbedingt eine rostige Bratpfanne aus dem zweiten Weltkrieg ist dürfte ein Gewinnspiel selbst für Leute attraktiv sein, die, mal als Beispiel, nur selten ein Buch in die Hände nehmen. Während Blog XXX XXX automatisch viele neue Follower gewinnt und die Klicks sich auf der Seite erhöhen werden, bleibt aber ein fader Beigeschmack zurück, den ich weniger gut finde. Nicht nur ziehen viele Leute ihr "Gefällt mir" schnell wieder zurück sofern sie nicht gewinnen. Genau wie auf manchen Websites bei deren Gewinnspiele man sich im hauseigenem Forum anmelden muss um teilnehmen zu dürfen, bleiben Geister zurück (ungenutzte Accounts die sich nur für ein einziges Gewinnspiel angemeldet haben oder bewusst nur für Gewinnspiele von den Usern benutzt werden). Für die Liste der Follower wird sich ein Gewinnspiel immer grundsätzlich positiv auswirken. Doch kann diese relativ gezwungene Methode, neue Leser und Klicks zu gewinnen, wirklich überzeugen? Erreicht man so tatsächlich eine treue Leserschaft? Dies muss dann jeder für sich selbst entscheiden. In Sachen Promotion für den eigenen Blog ist ein Gewinnspiel grundsätzlich keine schlechte Idee. Ob man so aber an treue Leser gelangt ist keine Garantie. Ich gehe so weit zu sagen, kein Blogger kreiert uneigennützig ein Gewinnspiel. So ticken die virtuellen Kritiker nicht. Für einen bereits stark etablierten Blog können Gewinnspiele aber natürlich auch unabdingbar werden, um Stammlesern weiterhin Abwechslung zu bieten, mehr mit ihnen zu interagieren und ihr Interesse zu halten. Ich persönlich nehme sogar gerne an Gewinnspielen in sozialen Netzwerken teil sofern sie kreativ gestaltet sind und keine dubiosen Aktionen dahinterstecken. Ein Gewinnspiel, egal ob in sozialen Netzwerken, auf Blogs oder aber Websites konnte mich je dazu bringen, ein fester Leser dieser Seite zu werden. Dies schafft ausschließlich nur die Qualität des Inhaltes, den die jeweilige Seite anbietet.

All solche kleinen Extras gibt es auf "Am Meer ist es wärmer" nicht. Mein Blog besitzt keine Präsenz auf Facebook (abgesehen von meinem privaten Account über den ich häufiger mal Beiträge meines Blogs teile), es gibt keine Seite, die man dort bestaunen kann und die hierher führt. Somit gibts auch keine Gewinnspiele. Ich bin mir sehr sicher, würde ich mich dafür entscheiden, wären mir ein paar neue Follower, Klicks und etwas Vitamin B sicherlich garantiert. Aber ich habe mir auch ohne diesen Bonus eine eigene Leserschaft aufgebaut. Ich erhalte eine menge Feedback zu meinen Rezensionen und konnte viele der hier besprochenen Bücher oder Filme bereits empfehlen. Leser, die alleine durch Inhalt gewonnen werden konnten.

Natürlich darf man meine persönliche Einstellung Gewinnspielen gegenüber nun nicht falsch interpretieren. Worauf ich hinaus will, ich persönlich brauche sie einfach nicht. Genau so sehr werden sich Gewinnspiele für viele Blog-Eigentümer aber auch rentieren und ganz sicher ihren Zweck erfüllen. Was mir jedoch wichtig bleibt und ich auch rund 5 Jahre später nicht ändern will: Ich will meinen Blog niemandem aufzwingen. Ich will die mir gegebenen Möglichkeiten nutzen, "Am Meer ist es wärmer" bekannter zu machen ohne auf die sehr bekannten Mittel zurückgreifen zu müssen. Genau so kann ich aber auch nie garantieren, dass es nicht irgendwann doch Umbrüche hier zu entdecken geben wird. Ganz sicher weiß ich aber, ein Gewinnspiel wird man hier vermutlich auch in Zukunft vergebens suchen.

Damit habe ich von mir aus alles zu dem Thema geschrieben, was mir so eingefallen ist. Seltsamerweise ging mir das Thema leichter von den Fingern, als ich annahm. Dass ich nun so schnell die Worte für alles gefunden habe, dafür habe ich mir nun ein kaltes Bier verdient. In diesem Sinne, Cheers!


Bis zum nächsten mal,
Aufziehvogel

Sonntag, 9. Oktober 2011

Phänomen des Monats (September, nachträglich): Das eBook

Da ich krank im Bett lag, habe ich natürlich das wichtigste vergessen, das Phänomen des Monats.
Der Titel dürfte klar machen was im September meine Aufmerksamkeit gewonnen hat. Und man kann mir noch so viele Gegenargumente nennen (wie das ein eBook in Australien wesentlich günstiger ist als ein echtes Buch), das eBook bleibt für mich unbedeutend. Ich gehe nicht so weit und sage nutzlos.

Das eBook an sich (welches immer mehr an Popularität gewinnt) ist eine perfekte Gelegenheit für noch junge Verlage und deren Autoren. Schnell kann man geschriebene Werke der Öffentlichkeit präsentieren und umsonst oder für einen kleinen Betrag anbieten. Eine sehr kostengünstige Variante.
Doch wenn ich dann gleich 20 Euro für einen bekannten Titel eines erfolgreichen Autors bezahle, muss ich mich leider fragen: Was rechtfertigt diesen Preis? Der Aufwand wird es wohl kaum sein da es sich um ein digitales Medium handelt. Man kann davon ausgehen das Lizenzkosten den Preis ausmachen. Die Preise sind nämlich meistens identisch mit den Buchhandelspreisen.

Aber was mich dann doch am meisten wunder ist, wie kann man eine Datei nur einem echten Buch vorziehen? Ich gehe gerne mit dem Trend. Das eBook hingegen stellt für mich persönlich einen verlorenen Trend dar. Ich brauche weder eBooks noch einen dazugehörigen eBook Reader (welcher meistens um die 100 Euro kostet). Das klassische Buch ist ein Medium welches einfach nicht ersetzt werden kann. Und die Mehrheit wird der klassischen Variante auch zukünftig treu bleiben. Für mein Geld möchte ich gerne etwas in den Händen halten. Bei einem eBook wird dies leider nie der Fall sein.