Archiv: Rezensionen zu Literatur und Film

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der neue Murakami: Infos zum Japan-Release und surreale Kunst




Das Jahr neigt sich dem Ende, es gibt nicht mehr viel zu berichten (es folgt ehrlich gesagt nur noch eine einzige Rezension) und dennoch weigere ich mich, den Blog mit Füllmaterial zu bestücken. Die verbleibenden Posts möchte ich nicht verschwenden und mich sogar noch einmal Haruki Murakami widmen, dessen Essay-Sammlung "Von Beruf Schriftsteller" mir außerordentlich gut gefallen hat und mitunter zu den besten Büchern zählt, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Anzumerken wäre dabei, es handelt sich hier um ein Non-Fiction Werk des Japaners. Murakamis letzter großer Roman ("Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki") liegt tatsächlich schon über 3 Jahre zurück. Wie immer hält sich der Autor mit Infos zu seinem neuen Roman stark bedeckt. Die Unberechenbarkeit besteht jedoch darin, dass Murakamis neue Veröffentlichungen nur selten angekündigt werden. Auch was eine ausführlichere Inhaltsangabe angeht bleibt das Mysterium aufrecht erhalten, bis der Titel letztendlich im Buchhandel erscheint. Genau dazu hat Murakamis Verlag nun aber überraschend Klarschiff gemacht: Der neue Roman wird im Februar 2017 im japanischen Buchhandel erscheinen. Ein genaueres Datum gibt es noch nicht und wird vermutlich erst 1-2 Tage vorher bekanntgegeben, bevor der Roman dann auch erscheint. Murakami selbst äußerte sich kürzlich zu seinem neusten Werk, als er im Rahmen des "Hans Christian Andersen Awards 2016" in Dänemark (Odense) zu Gast war und gemeinsam mit seiner dänischen Überstzerin Mette Holm an einer Diskussionsrunde teilnahm. Mehr als ein kurzes Statement konnte man ihm jedoch nicht entlocken. Murakami bestätigte jedoch, seine neue Geschichte wird erstmals nach einer langen Zeit wieder einen Ich-Erzähler haben (ein Merkmal der japanischen Literatur). Desweiteren beschreibt er, bei seinem neuen Buch würde es sich um eine >>sehr seltsame Geschichte<< handeln. Also eigentlich alles wie immer, oder? Gerüchten zufolge soll sein neustes Werk teilweise in Wien spielen. Je nachdem, wie lang der Roman sein wird, besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass das Werk vielleicht noch 2017 in Deutschland erscheinen wird.

Um den Beitrag abzuschließen möchte ich noch etwas für die Augen bereitstellen. Obwohl es sich hier um Material handelt, was 2011 das Licht des Internets erblickt hat, ist der Bekanntheitsgrad dieser Artworks nicht all zu hoch. Besten Dank an "Am Meer ist es wärmer" Leser >>Mangrove<<, der mir den Tipp gegeben hat.

Bei den Artworks handelte es sich um eine Promo-Aktion für 1Q84. Der Künstler Micah Lidberg fertigte dabei fünf Zeichnungen an, die auf Romanen und Anthologien von Haruki Murakami basieren. Surreale Literatur trifft dabei auf surreale Kunst. Damit möchte ich den Autor auch in seine verdiente Winterruhe schicken, einige Leser wissen es vermutlich, das große Werk des Japaners gehört zu diesem Blog wie das Salzwasser zu den Meeren unserer Welt.


(Der Elefant verschwindet. Copryright: Micah Lidberg)


(Wilde Schafsjagd. Copryright: Micah Lidberg)


(1Q84. Copyright: Micah Lidberg)


(Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt. Copyright: Micah Lidberg)


(After Dark. Copyright: Micah Lidberg)


Quelle: Nowness

Keine Kommentare:

Kommentar posten