Archiv: Rezensionen zu Literatur und Film

Donnerstag, 21. Juni 2018

Rezension: Erinnerungen aus der Sackgasse (Banana Yoshimoto)




Japan 2003 (Deutsche Ausgabe 2018)

Erinnerungen aus der Sackgasse
Originaltitel: Deddoendo no omoide
Autorin: Banana Yoshimoto
Verlag: Diogenes
Übersetzung: Annelie Ortmanns
Genre: Kurzgeschichten



Genau wie Haruki Murakami, so ist auch Banana Yoshimoto ein Dauergast auf meinem Blog. Wenn mir ein Roman der Japanerin in die Hände fällt, weiß ich, dass ich von Seite 1 an von ihrem Schreibstil verzaubert werde. Es ist diese unbeschwerte Leichtigkeit, die ihren Charakteren und somit auch ihren gesamten Fundus an Geschichten so besonders macht. Ihren Charakteren haften meistens tiefe Schicksalsschläge an, der Verlust von geliebten Menschen oder einschneidenden Lebensereignissen sind wiederkehrende Elemente in ihren Geschichten. Dennoch verfallen ihre Figuren nie in hoffnungslose Depressionen oder all zu trübe Gedanken. Dafür ist es dieser besondere Hauch von Melancholie und eine ganz kleine Prise Übernatürliches, die ihre Werke so wundervoll garnieren und beispielsweise auch mir schon häufig Trost spendeten.

Eine Anthologie an Kurzgeschichten, nun, so etwas ist mir bislang von der Autorin noch nicht untergekommen. Für mich als begeisterter Leser von Kurzgeschichten eigentlich ein Unding, denn von Banana Yoshimoto sind auch in Deutschland mehrere Anthologien erhältlich. Mit "Erinnerungen aus der Sackgasse", eine Anthologie, die in Japan auf den Titel "Deaddoendo no omoide" hört und nahezu 1:1 übersetzt wurde (was bei deutschen Titel oftmals unüblich ist), kam ich endlich in den Genuss von Banana Yoshimoto in kurzer Prosa. Die Sammlung, die in Japan bereits im Jahr 2003 erschienen ist, umfasst fünf völlig unterschiedliche Kurzgeschichten von genau so unterschiedlicher Länge. Bereits wenn man das Buch aufschlägt, wird einem sofort die etwas ungewöhnliche Widmung der Autorin ins Auge fallen. Diese ist nämlich Fujiko F. Fujio (1933-1996), dem Doraemon-Schöpfer, gewidmet. Im Anbetracht der Tatsache, wie populär der mechanische blaue Kater in Japan ist, ist die Widmung vielleicht eher für westliche Leser ungewöhnlich.

Die erste Geschichte "Das Geisterhaus" könnte beim Leser rein vom Titel her falsche Erwartungen wecken. Hier könnte man nämlich glatt eine Gruselgeschichte erwarten. Fans der Autorin wissen natürlich, so einfach macht es sich Banana Yoshimoto nicht. Die Geschichte handelt stattdessen von zwei jungen Menschen, die sich, praktisch gesehen, gesucht und gefunden haben, aber anscheinend dennoch keine romantischen Gefühle füreinander hegen. Wie in den Geschichten von Banana Yoshimoto aber üblich, so ist der Titel hier nicht aus einer Laune heraus gewählt. Das sogenannte "Geisterhaus" spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle und auch die typisch japanische art, über den Tod und paranormale Ereignisse zu reden, kommt in dieser Kurzgeschichte wieder einmal gut zur Geltung. "Das Geisterhaus" dürfte auch für neue Leser der Autorin ein guter Einstieg in ihre Welt sein. Die von mir bereits erwähnte Leichtigkeit und die Trost spendenden Elemente sind hier vorhanden und sind richtungsweisend dafür, wenn man vor hat, sich auch mal die Romane der Autorin vorzunehmen.


"Sieh mal, in Friedenszeiten, mit genug Geld und Zeit, ist es keine große Kunst, ein sanftmütiger, großherziger Mensch zu werden, meinst du nicht auch? Und genau so wäre es in meinem Fall: Wenn alles so bleibt, wie es ist, wäre das eine Gutmütigkeit nur in guten Zeiten. Und dadurch würde ich letztlich etwas Hässliches, Dunkles in mir heranzüchten. Oder mein Leben würde möglicherweise verstreichen, ohne, dass ich etwas anderes als diese oberflächliche Gutmütigkeit erreicht hätte. Aber gerade weil ich schon von Natur aus ein großherziger Mensch bin, möchte ich möglichst daran weiterarbeiten, diese Qualität weiter ausbilden. Und nicht die dunkle Seite davon."


Bei der deutschen Ausgabe fungierte erneut nicht Thomas Eggenberg, sondern die Japanologin Annelie Ortmanns. Die erfahrene Übersetzerin dürfte besonders Lesern von Haruki Murakami noch bekannt sein. Wie immer wurde hier direkt aus dem Japanischen übersetzt und trotz verschiedener Übersetzer bei den vergangenen Veröffentlichungen wurde der klare und verständliche Stil von Banana Yoshimoto beibehalten. Erneut werden exotische Begriffe aus der japanischen Kultur kurz am Ende einer Seite erklärt.

Am Ende überrascht die Autorin noch mit einem kurzen Nachwort. Dort geht sie direkt auf die Leser ein und fragt, ob sie die hier abgedruckten Geschichten wohl genau so traurig finden, wie sie sie selbst empfindet. Eine interessante Fragestellung. Wie bereits zu Beginn meiner Besprechung erwähnt, so empfinde ich persönlich die Geschichten der Autorin als melancholisch, aber nicht traurig. Banana Yoshimoto erfasst auch in diesen fünf Kurzgeschichten ihr zentrales Thema, was all ihre Geschichten begleitet, dennoch liest sich jede Kurzgeschichte völlig anders. Ich will nun nicht auf jede Geschichte eingehen, da jede einzelne exakt die perfekte Länge besitzt, sich selbst mit ihr zu befassen. Insofern ist diese Anthologie (die wie bei den Romanen der Autorin weder zu lang noch zu kurz ist) sehr wohl eine gute Gelegenheit, zu prüfen, ob man sich der Meinung von Banana Yoshimoto im Nachwort anschließt oder nicht.



Resümee

"Erinnerungen aus der Sackgasse" ist das perfekte Buch für einen sommerlichen Abend im freien (sei es im Park, auf der Veranda oder gar auf dem Balkon). Dazu am besten ein Glas gekühlten Weißwein und wenn einfach alles passt, sich auch noch von einer angenehmen Brise berieseln lassen. Bereits in der ersten Geschichte wird man mit der Vokabel "Sackgasse" konfrontiert. Glücklicherweise verläuft sich keine der Kurzgeschichten in eine Sackgasse. Die Anthologie wird nicht nur für langjährige Leser der Autorin interessant sein, auch Leser, die sich an das Werk von Banana Yoshimoto herantasten wollen, bekommen hier den wohl perfekten Einstieg geboten. Würde ich also hier eine Rubrik fürs optimale Sommerbuch eröffnen, dann würde ich "Erinnerungen aus der Sackgasse" sehr weit nach oben setzen.


Für Leute, die genau so interessiert sind am Covermotiv des Bandes wie ich: Der titel lautet Tokyo Parrots und stammt von dem Fotograf Yoshinori Mizutani.




(By Yoshinori Mizutani)

Sonntag, 10. Juni 2018

Rezension: Der dunkle Wald (Cixin Liu)





Die Trisolaris-Trilogie 2


China 2008

Der dunkle Wald
Originaltitel: Hēi'àn sēnlín
Alternativ: Three Body Part 2
Autor: Cixin Liu
Verlag: Heyne
Übersetzung: Karin Betz
Genre: Hard Science-Fiction



Auch Teil 2 von Cixin Liu's großer Trisolaris-Trilogie (besser bekannt als Three Body Problem oder Remembrance of Earth's Past) fand seinen Weg in den Westen erst relativ spät. Die Relevanz von Liu's Werk wird aber mit keinem verstrichenem Jahr unbedeutender, es ist eher das Gegenteil. Sein wundervoller Mix aus klassischer Science-Fiction vermischt mit historischen und alternativ historischen Elementen funktionierte beim Erstling makellos (wenn auch gesagt werden muss, "Die Drei Sonnen" war sicherlich keine Lektüre für Zwischendurch). Teil 1 also simpel fortzusetzen oder gar zu kopieren war für den Autor aus China sicherlich nie eine Option. Und genau so verhält es sich mit der Fortsetzung "Der dunkle Wald". Zwar ist es die offizielle Fortsetzung, dennoch unterscheiden sich die beiden Werke teilweise erheblich voneinander. Besonders Science-Fiction Fortsetzungen mit epischer Rahmenhandlung haben es schwer, sich zu beweisen (sicherlich nicht nur in der Literatur). Doch Cixin Liu hat die Regeln der Fortsetzungen verstanden: Der Umfang der Bedrohung in "Der dunkle Wald" ist größer und mächtiger als noch im Vorgänger, die Situation immer aussichtsloser und allgemein hat sich der Umfang der Geschichte ausgedehnt wie unser Universum.

Obwohl in "Der dunkle Wald" größtenteils ein neuer Cast an Charakteren das Ruder übernommen hat, finden auch noch Charaktere aus dem Vorgänger Platz in der Geschichte. Die Bedrohung um die außerirdische Rasse der Trisolarier, die auf der Erde eine neue Heimat suchen (und mit den Menschen nicht viel anfangen können), wird konkreter. Auch wenn die Ankunft der mysteriösen Spezies rund 400 Jahre in der Ferne liegt, wollen die Vereinten Nationen mit aller Macht diese Invasion verhindern. Vier Spezialisten wählen die Vereinten Nationen, einen Plan gegen diese bevorstehende Invasion zu schmieden. Protagonist Luo Ji, der in seinem Leben häufig bei der Verwirklichung seiner Träume gescheitert ist, realisiert noch nicht so ganz, warum ausgerechnet er für dieses Unterfangen ausgewählt wurde und warum er ins Visier der Trisolarier geraten ist.

Was hier nach gewohnter Science-Fiction Kostet klingt ist wesentlich komplexer und unzählige male interessanter, als es auf einem Blatt Papier zusammengefasst den Eindruck macht. Mit einer einzigen, beinahe unscheinbaren Person, Ye Wenjie, begann bei Cixin Liu eine Geschichte, wo, viele Jahre und gar Jahrhunderte später die Existenzen gleich mehrerer Spezies aufs Spiel stehen. Der Autor kennzeichnet Gut und Böse nicht in Schwarz und Weiß und in bester Asimov-Manier versteht er es, sein eigenes Science-Fiction Universum behutsam aufzubauen. Trotz der Fülle an Charakteren kommen die wichtigsten Personen nie zu kurz. Für das handeln mancher Charaktere, aber auch zum Verständnis der Geschichte ist es dennoch unabdingbar, den Vorgänger gelesen zu haben. Vom Verständnis her ist die Fortsetzung jedoch etwas bekömmlicher, da hier weniger auf historische Ereignisse der chinesischen Kultur eingegangen wird.
Doch nicht nur bei klassischer Science-Fiction Werken fand Liu seine Inspiration. Eine Erwähnung findet auch Yoshiki Tanakas nicht minder beeindruckendes, zehnbändiges Epos "Legend of the Galactic Heroes".

Koichi Inoue drehte sich um und sah Tyler zum ersten Mal direkt ins Gesicht, Die Haare klebten ihm feucht an der Stirn, und die Regentropfen auf seinem Gesicht sahen aus wie Tränen. "Ihr Ansatz, Mr Tyler, verstößt gegen die grundlegenden moralischen Prinzipien moderner Gesellschaften. Das menschliche Leben hat Vorrang vor allem anderen, und Staat und Regierung können von niemandem verlangen, eine Selbstmordmission auszuführen. Kennen sie Yoshiki Tanakas Science-Fiction-Reomanserie Legend of the Galactic Heroes? An einer Stelle sagt dort der Protagonist Yang Wenli: >Das Schicksal des Landes hängt von diesem Krieg ab, aber was bedeutet das schon neben den Rechten des Individuums und der Freiheit? Gebt einfach nur euer Bestes.<"

Bei der Übersetzung übernahm  Karin Betz von Martina Hasse, die Lesern von Mai Jia als deutsche Übersetzerin vielleicht bekannt sein dürfte. Erneut direkt übersetzt aus dem Chinesischen hat die Übersetzerin eine flüssige, gut lesbare Übersetzung abgeliefert, die sich nicht mit der Übersetzung des Erstlings widerspricht. Auch hier war es wieder die einzig sinnvolle Entscheidung, aus dem Original zu übersetzen und nicht auf Grundlage einer vorhanden, englischen Übersetzung einen deutschen Text anzufertigen. Da nimmt man auch gerne etwas längere Wartezeiten auf den neuen Band in Kauf.



Resümee

Cixin Liu liefert mit "Der dunkle Wald" nicht nur eine würdige, sondern eine beispiellose Fortsetzung ab. Alles in diesem Roman wirkt größer und umfangreicher, aber zu keiner Zeit erzwungen oder aufgesetzt. Die Story verfällt nicht in abstrusen Science-Fiction Kitsch und kopiert seinen Vorgänger nicht. Hier sind alle Zutaten für eine gelungene Fortsetzung vorhanden. Meine Begeisterung gegenüber Cixin Liu ist daher ungebrochen und ich erwarte nicht nur ein würdiges Finale seiner Trilogie im nächsten Jahr (die deutsche Ausgabe erscheint am 08.04.2019), sondern auch weitere, beeindruckende Geschichten aus seiner Feder. Genau so funktioniert Science-Fiction.

Mittwoch, 30. Mai 2018

Review: Isle of Dogs





USA/Deutschland 2018

Isle of Dogs
Alternativ: Ataris Reise
Regie, Drehbuch, Produktion: Wes Anderson
Musik: Alexandre Desplat
Sprecher (englischsprachige Auswahl): Bryan Cranston, Koyu Rankin, Edward Norton, Bob Balaban, Bill Murray, Jeff Goldblum, Kunichi Nomura,  Yoko Ono, Scarlett Johansson, Harvey Keitel
Laufzeit: Circa 101 Minuten
Verleih: Fox Searchlight Pictures
FSK: Ab 6



Wes Anderson (Darjeeling Limited, Moonrise Kingdom, Grand Budapest Hotel) ist kein Filmemacher, der besonders viel in der Öffentlichkeit steht und auch nicht Filme in Fließbandarbeit produziert. Wes Anderson präsentiert circa alle 2-3 Jahre ein neues Werk, erfindet sich meistens selbst neu, heimst eine menge Preise für sein Werk ein und verschwindet dann wieder so lange, bis sich das Spiel von vorn wiederholt. Zusätzlich muss dieser Mann anscheinend nur mit den Fingern schnippen, um sämtliche Größen des öffentlichen Lebens vor die Kamera zu bekommen.

Mit "Isle of Dogs" ging Anderson nach "Fantastic Mr. Fox" aus dem Jahr 2009 erneut den beschwerlichen Weg, uns einen Stop-Motion Animationsfilm zu präsentieren. Besonders interessant hierbei ist nicht nur der Ausflug nach Japan sondern auch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Studio Babelsberg. Seine Premiere feierte der Film bereits im Februar auf der Berlinale, eine etwas größere Kinoauswertung gab es für deutsche Zuschauer jetzt im Mai. Genau wie bei Moonrise Kingdom schafft Anderson bei Isle of Dogs einen gewagten Spagat zwischen Indie-Arthouse und großer Produktion. Entstanden ist hier zwar ein Animationsfilm, aber bereits nach wenigen Minuten wird klar, wer dafür verantwortlich war. Insofern ist es schwierig, aufgrund des speziellen Humors und den Anspielungen auf die japanische Popkultur "Isle of Dogs" uneingeschränkt auch Kindern zu empfehlen (die vermutlich weiterhin bei Disney/Pixar und Dream Works mehr auf ihre Kosten kommen werden), aber dennoch bin ich mir sicher, dass auch die jüngere Zielgruppe hier ihren Spaß haben könnte. Anders als man bei der Thematik vielleicht erwarten könnte, so hat Anderson es hier nicht auf die Tränendrüsen der Zuschauer abgesehen sondern stellt elegant Humor und seine einzigartigen haarigen Hauptcharaktere sowie einen liebevollen Protagonist in den Vordergrund. Was nicht bedeutet, Isle of Dogs könne keinerlei Gefühle zeigen.

Die Geschichte ist überraschend schnell erzählt. Wie ein Theaterstück eröffnet der Film mit pummeligen Taiko-Trommlern und einer phantasievollen Vorgeschichte über Hunde und Katzen. Der Plot selbst spielt in einem recht dystopisch angesiedeltem Japan in einer nahen Zukunft. Die Hunde in Japan vermehren sich massenhaft und dabei entstand eine Hundegrippe, die bei der schieren Masse an Tieren zu einem Problem werden könnte. Die Regierung schmiedet einen Plan, all die Hunde Japans auf eine Insel namens "Trash Island" zu deportieren, wo diese anschließend auf sich selbst gestellt sind. 6 Monate später bruchlandet der junge Atari auf Trash Island um nach seinem Hund Spots zu suchen. Dieser findet gleich ein paar tierische Kumpanen und somit beginnt seine Odyssee, die in den höchsten Ebenen der japanischen Regierung ihren Höhepunkt finden wird.

Die Liste an namhaften Sprechern war zu lang, um sie weiter oben alle aufzuzählen. Besonders Darsteller aus Anderson letzten großen Filmen wie Moonrise Kingdom und Grand Budapest Hotel sind hier als Sprecher für die Hunde unterwegs. So sind in weiteren Rollen noch Frances McDormand, Tilda Swinton, Liev Schreiber, Ken Watanabe sowie Roman Coppola zu hören. Da ich leider nur die deutsche Vertonung im Kino sah (die übrigens ausgezeichnet ist und glücklicherweise nicht mit irgendwelchen deutschen Promi-Sprechern versehen wurde), kann ich zu der Performance der durchaus namhaften Besetzung leider nichts schreiben.

Die Dialoge unter den Hunden sind versehen mit trockenem Humor und Offbeat-Situationen. Das Drehbuch ist ausgeklügelt und facettenreich, auch wenn es nicht ganz ohne stereotypische Klischees auskommt. Ein paar Klischees, die im Netz leider mal wieder zu unschönen Debatten führten. Davon sollte sich jedoch niemand beeinflussen lassen, denn sämtliche Nebenschauplätze würden einem so wundervollen Film seinen Zauber nehmen.



Resümee

Untermalt mit einem gewohnt starken Soundtrack von Alexandre Desplat wird der Zuschauer gemeinsam mit dem kleinen Atari diese Reise durch Trash Island genießen. Die Stop-Motion Effekte sind großartig in Szene gesetzt und verleihen den Hunden sogar eine überraschend reale Gestalt. Etwas irreführend können vielleicht für einige Zuschauer die nicht untertitelten, japanischen Dialoge sein die im Film selbst gerne sogar mal von einem Dolmetscher übersetzt werden. Viele Nachrichtenberichte oder aber auch Dialoge unter der Yakuza Regierung wurden hier und da aber nicht vertont. Dies ist natürlich so gewollt, könnte aber besonders bei jüngeren Zuschauern eher für Verwirrung oder Langatmigkeit sorgen.

Von den kleinen Kritikpunkten abgesehen ist Isle of Dogs (die es übrigens tatsächlich in England gibt, allerdings nur vom Namen her) ein Juwel, welches man nicht nur Fans von Wes Anderson wärmstens empfehlen kann sondern auch Fans von klassischen Animationsfilmen. Ich gehe sogar so weit zu sagen, man sollte Isle of Dogs auch den jüngeren Zuschauern zeigen, die ausschließlich mit 3D CGI-Animationsfilmen aufgewachsen sind. Ein durch und durch schöner Film für sämtliche Altersgruppen. Anschauen!

Montag, 28. Mai 2018

Am Meer ist es wärmer und die EU-DSVGO

Foto: Lizenzfreie Testbild-Interpretation von Aufziehvogel zur freien Benutzung!



Ein Grund für die längere Stille auf dem Blog waren natürlich die neuen Datenschutzrichtlinien, die am 25. Mai in Kraft traten. Für viele kleine Websites oder alteingesessene Foren bedeutete die EU-DSVGO das Ende. Der Aufwand für viele Nutzer war entweder zu enorm seine Präsenz den neuen Datenschutzrichtlinien anzupassen oder manche Eigentümer sind schlicht und ergreifend in einer Flut an Abmahnungen ertrunken. Da das Gesetz bis heute für viele noch immer relativ undurchsichtig ist und praktisch unberechenbar ist, so wusste auch ich selbst nicht, wie es fortan hier weitergehen wird. Eine genaue Antwort darauf kann ich noch immer nicht geben, aber zumindest einen kleinen Ausblick auf das, was auf euch als Leser zukommen wird.

Hier mal ein paar wichtige Punkte:


- Google/Blogger informiert euch über die Verwendung von Cookies auf diesem Blog. Eure Daten sind innerhalb der Richtlinien von Google geschützt und mein Blog agiert unter den Nutzungsbedingungen von Google.

- Die beiden verwendeten Plugins auf meinem Blog "Bloglovin und Twitter" wurden überprüft und als unbedenklich eingestuft innerhalb der Richtlinien der EU-DSVGO.

- Weniger Bildmaterial auf "Am Meer ist es wärmer". Schon vor etwas über 2 Jahren trennte ich mich von Videomaterial auf meinem Blog. Bildmaterial wird fortan wesentlich eingeschränkter benutzt werden. Autorenfotos werden nur noch benutzt, sofern ich offizielles Pressematerial erhalte. Das gleiche gilt für Buch- oder Filmcover. Von mir selbst geschossene Fotos werden separat gekennzeichnet und werden für jeden Leser gut sichtbar sein.


Die wichtigsten Infos habe ich nun für euch zusammengefasst. Bei weiteren Fragen findet ihr Kontaktmöglichkeiten zu mir in der dafür erstellten Rubrik. Ein kleiner Hinweis auch dazu noch: Auch ich schätze meine Privatsphäre und werde sämtliche Anfragen über private Kanäle (was durchaus schon einmal vorgekommen ist) ignorieren. Speziell dafür habe ich vor einiger Zeit die Rubrik "Kontakt" eingeführt (klingt nun etwas schroffer, als es tatsächlich gemeint ist).

Insofern werde ich diesen Beitrag hier erst einmal ruhen lassen und bei Änderungen gegebenenfalls drauf zurückkommen.


Genießt weiterhin diese hochsommerlichen Tage und bis bald,
Aufziehvogel

Women in SciFi auf Binge Reading & More





Vor einigen Jahren berichtete ich schon einmal über "Klinken putzen unter Bloggern". Meine eher zurückhaltende Meinung gegenüber Gewinnspielen auf Blogs oder gegenseitige PR-Macherei ist bis heute bestehen geblieben. Ich selbst folge nur einer handvoll Blogs regelmäßig, dafür weiß ich aber, was ich bekomme. Die Wege von Binge Reading & More und Am Meer ist es wärmer kreuzten sich in den letzten Jahren immer wieder und ich bin sehr glücklich, dass ich diesen gemütlichen Blog hier mal präsentieren kann. Und ganz besonders will ich auf eine spezielle Rubrik aufmerksam machen. "Women in SciFi" präsentiert Autorinnen im Science-Fiction Genre, eine Gattung, die, auf den ersten Blick, Männern vorbehalten ist. Fans von Science-Fiction Literatur wissen natürlich, dem ist selbstverständlich nicht so. Alleine die Romane aus dem Star Wars Universum bilden ein erfrischendes Gleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Autoren. "Women in SciFi" ist aber nicht dafür da, irgendwelche Klischees und Stereotypen zu debattieren, es geht schlicht und ergreifend um Literatur in Reinkultur.

Präsentiert werden die jeweiligen Beiträge nicht nur von der Eigentümerin selbst, auch Gast-Autoren kommen hier zu Wort. Das Ergebnis ist eine bunte Mischung an fantastischen Empfehlungen und neuen Eindrücken. Und so kam auch ich ins Spiel, als ich, zu meiner Überraschung, von Sabine gefragt wurde, ob ich nicht selbst einen Beitrag hinzusteuern möchte. Obwohl ich nie der große Science-Fiction Leser war, so war das Angebot zu reizvoll, um es abzuschlagen. An dieser Stelle würde nun eigentlich eine Einleitung folgen, wie ich auf Octavia E. Butler aufmerksam wurde, eine geschätzte Science-Fiction Autorin die gleichzeitig zu Lebzeiten die afroamerikanische Kultur repräsentierte. Aber wer meinen Beitrag lesen möchte, der muss auf Binge Reading & More abbiegen, denn hier geht es einzig und allein darum, auf diese wundervolle Rubrik aufmerksam zu machen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bedanken, dass ich einen Beitrag zu diesem schönen Projekt hinzusteuern durfte :)